HEILMITTELARCHIV

stimmen von kollegen:
Armin Seideneders Heilmittelarchiv ist ein Novum in der homöopathischen Literatur, ein Novum das längst überfällig war.
1880 fragte in der Zeitschrift The Organon A. von Lippe als Rezensent des zweiten Bandes von Herings Guiding Symptoms, ob dieses Werk Allen’s Encyclopedia of Pure Materia Medica [ohne klinischen Symptome], vorzuziehen sei, wenn man eine Wahl zwischen den beiden Mammutwerken treffen müsse.
„Wir sollten nicht vergessen, dass Homöopathie sowohl eine Kunst als auch eine Wissenschaft ist. Künstler der Homöopathie müssen wir alle sein, wenn wir erfolgreich sein wollen, Wissenschaftler jedoch müssen wir darin nicht unbedingt sein,… Für den Künstler genügt es zu wissen, ob ein Symptom verlässlich ist, sei es nun klinisch oder pathogenetisch,…. Der Wissenschaftler hingegen, gibt sich mit der nackten Tatsache nicht zufrieden, er will auch ihre rationale Grundlage wissen…. Die herausragenden Vorteile eines Werkes, das die klinischen Symptome beinhaltet, sind offensichtlich, und solch ein Vorgehen wurde von den besten aus unserem Kreis befürwortet… Vergleiche die bekannten Schlüsselsymptome oder Charakteristika unserer Arzneimittel mit deren Pathogenese, und siehe wie viele von ihnen noch rein klinisch sind.“
Nun, mit dem Heilmittelarchiv stehen wir nicht mehr vor der Qual der Wahl, denn es beinhaltet beides – Pathogenese und Klinik! Darüberhinaus hat es gegenüber Herings Guiding Symptoms (die komplett eingearbeitet sind) noch einen ganz entscheidenden und für mich unverzichtbaren Vorteil – die Fälle sind nicht nur fragmentiert, sondern als Ganzes, und damit nachvollziehbar, wiedergegeben. Die Kenntnis von Präzendenzfällen halte ich für einen ganz entscheidenden Vorteil bei der relativen Bewertung von Symptomen, Syndromen und Sequenzen in einem gegebenen Fall, und damit für die Aussicht auf klinischen Erfolg. Ich kenne kein anderes Werk, das dafür soviele Voraussetzungen und Möglichkeiten dazu in sich vereinigt. Neben dem Anspruch auf Vollständigkeit versteht sich Armin Seideneder insbesondere auf die homöopathische “Perlentaucherei”, und auf seinen Streifzügen durch unzählige Journale entgeht seinem geübten Auge nichts, was klinische Relevanz haben könnte. Der Benutzer dieses Opus Magnum wird erst nach und nach in vollem Umfang erahnen, welchen Schatz er da vor sich hat und wieviele Stunden mühevollen Suchens ihm dadurch erspart bleiben. Er wird seine Vielfalt und Verlässlichkeit in der Praxis nicht mehr missen wollen.
Klaus Scheiman-Burkhardt
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Jens Ahlbrecht
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armin - gottes segen für deine unermüdliche arbeit an SDE [Seideneder - Mitteldetails], bzw. jetzt ja HMA. ich benutze seit ichs gekauft hab nichts anderes mehr zum originalienabgleich als dein HMA und ignoriere dabei „moderne prüfungen“ fast ganz, d.h. halte mich beim verordnen an erwiesenermaßen heilsame stoffe, die schon seit jahrzehnten bekannt sind.
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Die umfangreichste primäre Materia Medica! Wenn Sie ein noch so perfides Symptom suchen, wo ein ganz genauer Materia Medica Vergleich vonnöten ist - mit dem Seideneder wird es möglich sein. Kostet einiges, ist es aber wert.
Auch kann man z.B. nur überblätternd sehen, ob ein bestimmtes Organ oder eine Funktion eines Mittels volumenmäßig ins Auge sticht. Dies liefert gute Hinweise, wo die Organotropie des Mittels liegt. Ferner hat er - sparsam genug - einzelne bewährte Symptome mit schwarzen Punkten markiert.
Weiterhin findet man die ebenso wichtigen Heringschen Striche, die angeben, wie häufig ein bestimmtes Symptom klinisch verifiziert wurde, auch das ein sehr probates Vorgehen, um die Überfülle an Symtomen nach Zuverlässigkeit zu sichten. Man hat also hier trotz der Riesenfülle gleichzeitig die Möglichkeit, ein Mittel rasch zu erkennen. Oder man kann ein Mittel wirklich bis in jedes Detail studieren, wenn man sich dies zum Ziel setzt.
Somit ist es hier gelungen, gleichzeitig in die Breite und in die Tiefe zu sehen. Wer Mittel gerne so studiert, findet hier, was er sucht. Ich benutze das Heilmittelarchiv immer lieber und öfter, wenn ich ein Mittel in der Tiefe studieren will.
Ulrich Welte
Für das „HEILMITTELARCHIV“ wurde in erster Linie die deutschsprachige homöopathische Literatur bis 1900 weitgehendst dokumentiert, in Form von Arzneimittelprüfungen ebenso wie von Heilungsberichten und Erfahrungen. Die momentan verfügbaren Dateien umfassen deshalb weit mehr als 12.000 Seiten, wofür neben vielen Einzeleinträgen folgende Quellen, zum überwiegenden Teil weitgehendst eingearbeitet bzw. berücksichtigt wurden:
Annalen der homöopathischen Klinik [Hartlaub + Trincks];
Stapf´s Archiv für homöopathische Heilkunst;
Hygea - Zeitschrift für Heilkunst;
Practische Beiträge im Gebiete der Homöopathie [Thorer];
Bönninghausen;
Allgemeine Homöopathische Zeitung [AHZ];
Österreichische Zeitschrift für Homöopathie (ÖZH);
Rückert ("Klinische Erfahrungen");
Jahr („Ausführlicher Symptomen-Kodex“ und „Venerische Krankheiten“),
Hering („Amerikanische Prüfungen“, „Condensed Materia Medica“, sowie die „Guiding Symptoms of our Materia
Medica“ [vollständig, mit dessen Wertigkeiten !]);
Wurmb „Homöopathisch-klinische Studien“;
Baehr;
Helbig „Heraclides“;
Wolf „Homöopathische Erfahrungen“;
Hale;
Zeitschrift des Berliner Vereins homöopathischer Ärzte;
Boger;
Deutsches Journal für Homöopathie [DJH];
Zeitschrift für klassische Homöopathie [KH];
Documenta homoeopathica.
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auszug aus dem vorwort des herausgebers:Das
HEILMITTELARCHIV ist gedacht als Bestandsaufnahme der überreichen
homöopathischen Literatur fast zweier Jahrhunderte. Die homöopathische
Heilkunst muß sich einerseits auf ihre Grundlagen besinnen, die
Arzneimittelprüfung, die Heilung am Krankenbett, darf aber auch die
Hinweise der „Alten“ [Weisen der Homöopathie] nicht verwerfen, ohne sich
dabei der Wahrnehmung neuer Perspektiven im Verständnis der Heilmittel
zu verschließen.
Aufnahme
fanden sämtliche Arzneimittelprüfungen der Zeitschriften: Hygea;
Archiv für die homöopathische Heilkunst [Stapf]; Österreichische
Zeitschrift für Homöopathie; Zeitschrift des Berliner Vereins
homöopathischer Ärzte; Allgemeine homöopathische Zeitschrift;
Homöopathische Vierteljahresschrift; Annalen der homoeopathischen
Heilkunst; Neue Zeitschrift für homoeopathische Klinik.
Soweit
in den oben aufgeführten Periodica und weiteren Originalquellen
aussagekräftige Intoxikationen und Kasuistiken zu finden waren, wurden
diese, teilweise auch sehr ausführlich, ins HEILMITTELARCHIV mit
aufgenommen, einerseits zur Verifizierung von Prüfungssymptomen,
andererseits aber auch, um Heilungen darzustellen, die sich auf
keinerlei AMP zurückführen lassen.
Was
auch immer in den gegenwärtigen Diskussionen über den Wert einzelner
Symptom-Arten, über die unterschiedlichen Definitionen von
Charakteristika, über das Für und Wider klinischer Symptome etc.
erörtert wird, welche Angaben auch immer es sind, die aus Kasuistiken
als wesentlich extrahiert werden können, all dies muß und kann nur vor
dem Hintergrund sämtlicher gesammelter Erfahrungen geschehen - alle
theoretischen "Ergrübelungen" müssen sich messen lassen an der
Vereinbarkeit mit den tatsächlich in der Praxis gewonnenen Ergebnissen.
Das HEILMITTELARCHIV soll als Grundlage solcher Diskussionen Nutzung
finden.
Schwerpunkt
des HEILMITTELARCHIVS ist die Dokumentation der homöopathischen Materia
Medica des 19. Jahrhunderts. Vieles (doch noch weit nicht alles) wurde
davon integriert und ich möchte mich an dieser Stelle sehr herzlich bei
jenen bedanken, die mir Literatur und Orginalien zur Verfügung stellten
(insbesondere Hans-Joerg Hee, Eckart von Seherr-Thos, Norbert Winter,
Veronika Rampold) und bei Recherchen behilflich waren.
Auch weiterhin
bitte ich ausdrücklich um die Bereitstellung entsprechender
Primärquellen, Zeitschriften und sonstiger Orginalia, sowie auch
aktueller Arzneimittelprüfungen und aussagekräftiger Kasuistiken.
Besonders
am Herzen lagen und liegen mir die wortwörtlichen Aufzeichnungen des
von den Kranken Ausgedrückten, wie es Georg von Keller auf seine ganz
eigene, leidenschaftliche und doch ausgesprochen liebenswerte Art über
Jahrzehnte praktiziert hat und den ich hier noch einmal zu Wort kommen
lassen will:
Nicht das Beweisbare, das genau Gemessene bildet die Grundlage der Arzneimittelwahl, sondern gerade das vom Standard Abweichende, das Ungenaue, Schillernde, Phantasievolle des sprachlichen Ausdrucks.
Warum
sonst hat Hahnemann den Titel seines 1810 erschienenen Grundlagenwerks „Organon der rationellen Heilkunde“ in den späteren Auflagen zu „Organon der Heilkunst“ verändert - eben diese „Heilkunst“ zeichnet berühmte homöopathische Meister wie Lippe aus.
Gerade solche Schätze dürfen nicht verloren gehen - und um viele solcher ungehobener Schätze geht es mir im HEILMITTELARCHIV. Das mag und kann für sich selbst sprechen und braucht keine weitere Ankündigung meinerseits, weshalb ich dem Leser, der Leserin, uns allen den Erfolg, was schreibe ich, die Herzensbefriedigung wünsche,
kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt.
das gesamte Vorwort des HEILMITTELARCHIVS (pdf)
HMA - Inhaltsverzeichnis (pdf)
Nux moschata aus dem HEILMITTELARCHIV (pdf)
Von Beat Hanselmann kam der Vorschlag, den Einlegekarton mit den Quellensiglen ausführlicher zu gestalten. Wer mag, kann sich hier eine pdf-Version des Einlegekartons (pdf) mit allen Autorenziffern herunterladen, auf DinA4 doppelseitig ausdrucken und zuschneiden [oder bei Bedarf nach Autoren alphabetisch geordnet (pdf)].
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Lust auf mehr ?
Einzelne Kasuistiken aus dem HEILMITTELARCHIV (pdf-Dateien):
Agaricus muscarius (pdf)
Calcarea carbonica (pdf)
Opium (pdf)
Das HEILMITTELARCHIV ist im Dezember 2008 erschienen.
Darüber hinaus bin ich all jenen sehr dankbar, die mir aussagekräftige Prüfungen, Kasuistiken und Verifizierungen, insbesondere natürlich auch alte Originalien [ganz besonders bin ich im Moment an der „Zeitschrift des Vereins der Homöopathischen Ärzte Österreichs“ und an der „Deutschen Homöopathischen Monatsschrift“ interessiert], zur Verfügung stellen.